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Wolfram J. Starczewski

"Mich interessiert, woher wir kommen und wohin wir wollen."

(...) Regisseur Wolfram J. Starczewski, der die Hamburger Uraufführung in einem schwarzen Kasten auf der Bühne des Thalia Theaters sehr überzeugend und konsequent inszeniert hat, nahm den Text glücklicherweise nicht wörtlich – führte ihn nicht realistisch abbildend, sondern als künstliche Konstellation vor. Zwei mal ein Meter misst Sads befliestes Wohnklo, und unter der Decke hängt ein Stuhl und ein Eimer voll roter Rosen. Darunter lässt Starczewski mit Peter Franke einen Elb- und keinen Ausländer die Rolle des Ausländers spielen: Ein deutscher Ausländer in Deutschland; ein Deutscher, der in seiner eigenen Fremde ausgesetzt wird, sich rettet in einen Monolog, die Perspektiven verdreht und so das anscheinend fest gefügte System von Beanspruchenden und Anspruchslosen, Besitzenden und Besitzlosen, das Verhältnis von „Denen zu Hause“ und „Denen in der Fremde“ relativiert. Matthias Pees, Neue Osnabrücker Zeitung,13.01.93

(...) Mit einer grandiosen Regiearbeit machte Wolfram J. Starczewski aus der Barock-Komödie „Die falsche Zofe“ von Marivaux ein ergreifendes Beziehungsdrama mit spannungsgeladenen Disputen. Es hagelte Applaus für dieses anspruchsvolle, moderne Regie-Theater. Theo Werner Schmidt, Die Welt, 23.05.92