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Wolfram J. Starczewski

"Mich interessiert, woher wir kommen und wohin wir wollen."

Ja, auch heute noch fordert das Psychodrama das Publikum heraus, das Mozart an Stelle einer gefälligen Festoper zur Krönung Kaiser Leopolds des II. komponierte. Es geht in dieser Oper um nichts Geringeres, als die Abgründe des Menschseins, um Liebe, Freundschaft, Treue, Verrat, Rache und Macht. Regisseur Wolfram J. Starczewski verzichtet auf die Verortung in das Rom des 1. Jahrhunderts n.C.. Im kahlen Weiß steingetäfelter Räume, die von schwarzen Anzugträgern beherrscht werden, schafft ihm die Bühnen- und Kostümbildnerin Claudia Glaser einen sehr puristischen Raum. So ist die Aufmerksamkeit voll auf die intensiv agierenden Solisten gerichtet. (...) Die sechs jungen Solisten überzeugen alle samt durch große szenische Präsenz und können jeder für sich in mindestens einer der vielen Soloszenen ihre Stärken zeigen. (...) Das brennende Kapitol und die nachfolgende Verwüstung der Stadt spielen bei Wolfram Starczewski keine wirkliche Rolle. Sie werden nur sehr dezent in Orange leuchtenden Himmel und herab gefallenen Steinplatten symbolisiert. Alles unwichtig, will uns der Regisseur sagen, die wahren Katastrophen passieren eigentlich zwischen den Menschen.
 Franziska Stürz, BR 4 Klassik, 24.11.08

(...) Das Besondere an Mozarts „Titus“ nach dem Libretto von Mazzolà ist, dass die politisch-öffentliche Ebene zugunsten der privaten in den Hintergrund tritt: Im Mittelpunkt steht nicht der Herrscher, sondern vor allem der Mensch Titus mit seinen persönlichen Konflikten.
Dies unterstreicht auch die zeitlose Inszenierung unter der Regie von Wolfram J. Starczewski. Claudia Glasers schlichtes, geometrische Formen betonendes Bühnenbild lässt den Sängern viel Raum zur Gestaltung. Durch den reduzierten äußeren Raum kommt zugleich der innere, seelische umso mehr zum Tragen.
Denn Angelpunkt der Handlung sind letztlich die inneren Konflikte der Protagonisten: (...) Psychische Tragödien und Abgründe, welche die Darsteller stimmlich wie darstellerisch glaubhaft vermitteln. (...)
 Karin Schütze, Oberösterreichische Nachrichten Linz, 24.11.08

Mozarts letzte Oper „La Clemenza di Tito“ (1791) erzielte bei der Premiere im Opernhaus Passau einen verdienten Publikumserfolg, obwohl das Seelendrama über Liebe und Freundschaft an sich nicht sehr bühnenwirksam ist. Regisseur Wolfram Starczewski verzichtet auf moderne Regie-Gags und stellte die Psychologie der im komplizierten Beziehungsgeflecht handelnden Personen in den Vordergrund, wobei Mozarts Klagsprache durch intensive Gestik der Sänger verstärkt wurde. (...) Prof. Rudolf Leßky, Neues Volksblatt Linz, 24.11.08