Create a Joomla website with Joomla Templates. These Joomla Themes are reviewed and tested for optimal performance. High Quality, Premium Joomla Templates for Your Site

Wolfram J. Starczewski

"Mich interessiert, woher wir kommen und wohin wir wollen."

Überaus beeindruckt zeigt sich das Publikum von Wolfram J. Starczewskis Ibsen-Inszenierung. Eine dichte, zeitlose Interpretation ist dieser “Baumeister Solness” , in dem mit Christian Fries als Halvard Solness und Christin Heim als Hilde Wangel zwei starke Hauptfiguren aufeinander treffen. Starczewski hat für jeden Akt eine sparsame Einrichtung gewählt. Fünf helle Stehpulte mit Lampen zieren den ersten. Die aufgeräumte Atmosphäre eines Architekturbüros stellt sich nicht zuletzt wegen Thomas Niedermaiers wunderbarem Lichtdesign ein. Schon das Eröffnungsbild in sattem Blau, das ins Champagnerfarbene übergeht, möchte man in einer Endlosschleife sehen. Die klar strukturierte Ästhetik lässt zudem der wortreichen Psychologie der Szenen genügend Raum.

Starczewski lässt immer wieder einen Klangteppich aus Metallophon und Echolot einspielen, um zu unterstreichen, dass Verdrängtem auf den Grund gegangen wird. (...) Wenn Hilde und Solness im dritten Akt in verkohlten Korbstühlen Platz nehmen, ist die Ausweglosigkeit, den Folgen des eigenen Schicksals zu entkommen, markant gesetzt. Die Regie fasst das alles ein in atmendes Korsett, bedient Ibsens Psychogramm dabei souverän wie vom Reißbrett. Der Schlussapplaus für Schauspieler und Regie war immens. Solche Begeisterungsstürme kennt man im Gießener Stadttheater eigentlich nur von gängigen Opernpremieren.

Rüdiger Oberschür, Kulturspion Mittelhessen, 15.11.2009

(...) Diese subtile Differenzierung der Charakterdarstellung ist ein Werk des Regisseurs Wolfram J. Starczewski. Der hochmusikalische Regisseur hat bewundernswertes geleistet. Er hat Mozarts Musik in ergreifende Gesten und Bewegungen übersetzt, die auf der Opernbühne lange Zeit undenkbar waren und selbst im Schauspiel eine Ausnahmeerscheinung blieben. Von ihm können „Reclam-Textbücher-Regisseure“ lernen, wie man mir Werken von Genies umgeht. Ein so großartiger „Titus“ in einem so kleinen Theater ist eine echte Sensation! (...) Ferdinand R. Dreyer, Der neue Merker, Wien, Dezember 2008

(...) Regisseur Wolfram J. Starczewski hat sich dem Phänomen menschlicher Liebe und Güte in einer Interpretation von Mozarts Oper „La Clemenza Di Tito“ angenähert, die bei der Passauer Premiere am Samstag vom Publikum gefeiert wurde - und die aus mehreren Gründen bemerkenswert ist.
So zeugen das auf cremeweiße Wände und Quader reduzierte Bühnenbild und die Anzug-und-Krawatte-Ausstattung der Figuren (Claudia Glaser) von Mut, denn für das Ensemble ist ein derart neutraler Hintergrund eine harte Probe: Wer nicht präsent spielt, hat kaum Chancen, dies zu kaschieren. Wenig Kompromisse macht auch sonst die stark aufs Psychologische konzentrierte Inszenierung: Hier interessieren allein der Mensch und seine Sehnsucht nach Zuneigung. (...) Starczewski arbeitet mit chirurgischer Genauigkeit. (...) Katrina Burkert, PNP, 24.11.08

„La clemenza di Tito“, zu Deutsch also „die Güte des Titus“, sorgte am Samstag im Fürstbischöflichen Opernhaus in Passau für Begeisterung. Die durchdachte Inszenierung und die wunderbaren Darsteller überzeugten das Publikum.
Die Oper in schwarzweiß: Eine schlichte, weiße Bühne, der Chor in schwarzen Kleidern und Anzügen. In dieser schmuck-, farb- und im Grunde auch herzlosen Welt lässt Regisseur Wolfram J. Starczewski einen sensiblen Titus verzweifeln. (...) Eine der besten Inszenierungen, die das Stadttheater seit langem auf die Beine gestellt hat, (...) durchaus sehr empfehlenswert. Stefanie Borchardt, PaWo, 26.11.08