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Wolfram J. Starczewski

"Mich interessiert, woher wir kommen und wohin wir wollen."

(...) Diese subtile Differenzierung der Charakterdarstellung ist ein Werk des Regisseurs Wolfram J. Starczewski. Der hochmusikalische Regisseur hat bewundernswertes geleistet. Er hat Mozarts Musik in ergreifende Gesten und Bewegungen übersetzt, die auf der Opernbühne lange Zeit undenkbar waren und selbst im Schauspiel eine Ausnahmeerscheinung blieben. Von ihm können „Reclam-Textbücher-Regisseure“ lernen, wie man mir Werken von Genies umgeht. Ein so großartiger „Titus“ in einem so kleinen Theater ist eine echte Sensation! (...) Ferdinand R. Dreyer, Der neue Merker, Wien, Dezember 2008

(...) Regisseur Wolfram J. Starczewski hat sich dem Phänomen menschlicher Liebe und Güte in einer Interpretation von Mozarts Oper „La Clemenza Di Tito“ angenähert, die bei der Passauer Premiere am Samstag vom Publikum gefeiert wurde - und die aus mehreren Gründen bemerkenswert ist.
So zeugen das auf cremeweiße Wände und Quader reduzierte Bühnenbild und die Anzug-und-Krawatte-Ausstattung der Figuren (Claudia Glaser) von Mut, denn für das Ensemble ist ein derart neutraler Hintergrund eine harte Probe: Wer nicht präsent spielt, hat kaum Chancen, dies zu kaschieren. Wenig Kompromisse macht auch sonst die stark aufs Psychologische konzentrierte Inszenierung: Hier interessieren allein der Mensch und seine Sehnsucht nach Zuneigung. (...) Starczewski arbeitet mit chirurgischer Genauigkeit. (...) Katrina Burkert, PNP, 24.11.08

„La clemenza di Tito“, zu Deutsch also „die Güte des Titus“, sorgte am Samstag im Fürstbischöflichen Opernhaus in Passau für Begeisterung. Die durchdachte Inszenierung und die wunderbaren Darsteller überzeugten das Publikum.
Die Oper in schwarzweiß: Eine schlichte, weiße Bühne, der Chor in schwarzen Kleidern und Anzügen. In dieser schmuck-, farb- und im Grunde auch herzlosen Welt lässt Regisseur Wolfram J. Starczewski einen sensiblen Titus verzweifeln. (...) Eine der besten Inszenierungen, die das Stadttheater seit langem auf die Beine gestellt hat, (...) durchaus sehr empfehlenswert. Stefanie Borchardt, PaWo, 26.11.08